So wie es momentan in Österreich ist in der Medizin (Zugangsbeschränkung, viele ausländische Studierende) wird Österreich schätzomativ in ca. 7 bis 12 Jahren ohnehin einen Ärztemangel aufzuweisen haben.
Kann ich nicht nachvollziehen. Gerade weil die Zugangsbeschraenkungen dafuer gedacht sind, moeglichst viele Auslaender auszuschliessen.
warum sollte jemand nicht Medizin studieren dürfen, nur weil er in einem gewissen Test schlechter abgeschnitten hat als andere? Wenn ihn nun die Medizin interessiert? Angenommen ich bin in Pension und würde gerne noch was in der Richtung auf gutem Niveau lernen? Genau diese Aufgabe fiele eigentlich Universitäten zu. Wenn man die Med-Unis als reine Ärzteproduziermaschinen sieht, dann sollte man zumindest so ehrlich sein und sie in FHs umwandeln.
Die Med-Unis sind nicht nur Aerzteproduziermaschinen, sondern auch Forschungsproduziermaschinen und Gesundheitsdienstleister. Abenteuerspielplatz sind sie jedenfalls keiner. Wenn es nicht genug Patienten und Leichen fuer alle gibt, dann gibt es nun mal nicht genug Patienten und Leichen fuer alle. Egal wieviel Geld die Regierung wo reinpumpt. Da muessen Prioritaeten gesetzt werden. (Andernfalls haben weder die, die Aerzte werden wollen, noch die einfach so an Medizin interessierten etwas von der Uni.)
In dem Fall müsste man allerdings jedes Studium genau nach der Anzahl an wirtschaftlich "benötigten" Personen beschränken (Planwirtschaft, schau owa).
Das ist die logische Ueberspitzung meines Argumentes, ja. Die logische Ueberspitzung deines ist sowas wie "der Staat hat alle meine persoenlichen Interessen als Bildungsausgaben vollstaendig aus Steuergeldern zu finanzieren". Das Optimum ist meiner Meinung nach irgendwo dazwischen, ich nehme an, du siehst das auch so.
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Nein, Leistungstests über das Studium sind nicht willkürlich, aber Leistungstests über Schulstoff (die über die Matura hinaus gehen), räumliches Denken und ähnliches sind wie Beschränkungen nach den Maturanoten für ein Studium willkürlich.
Mit anderen Worten, du bist nicht gegen Leistungstests an sich, sondern gegen die konkrete zur Zeit praktizierte Implementierung. Versteh ich das richtig? Es ist in solchen Debatten schwer, wenn der eine ueber Grundsaetze redet, der andere ueber Strohmaenner.
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Die "hohe" Verschuldung würde entstehen, wenn die Studenten tatsächlich für alle von ihnen verursachten Kosten aufkommen müssten (was ja laut dir aufgrund des "Verursacherprinzips" gerecht ist).
Ja, ich habe bisher nicht explizit gesagt, dass ich fuer einen Selbstbehalt bin, aber nicht fuer volle Kostendeckung. (Ob man da gleich wie selbstverstaendlich den Worst Case unterstellen muss, sei dahingestellt.)
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Und ich denke sehr wohl, dass es die Entscheidung für oder gegen ein Studium beeinflusst, ob man am Ende seinen Kredit mühsam vom Gehalt zurückzahlen muss oder ihn aus finanziellen Reserven bezahlen kann.
Versteh ich nicht. Um was fuer finanzielle Reserven gehts da?
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Wenn man 50.000 Euro im Jahr verdient, zahlt man auch mehr Einkommenssteuer.
Ja, da drehen wir uns im Kreis. Wenn ich Uni-Absolvent bin und einen besser bezahlten Job habe, dann "hat der Staat was davon". Waer interessant, das mal quantifiziert zu sehen, wie lang man wieviel verdienen muss, bis das eigene Studium, und das des sozial benachteiligten Nachbarn abbezahlt ist.
Ich finde es direkt bestürzend, mit welcher Leichtigkeit hier öfter Studienkredite vorgeschlagen werden. Meiner Meinung nach ist ein Kredit so ziemlich das schlimmste, was man sich antun kann. Man zahlt mehr zurück, als man je verbraucht hat, und begibt sich in Abhängigkeit von mächtigen Unternehmen, aus der man sich nicht leicht wieder befreien kann.
Ich nehme an, das war auf meine Erwaehnung von Krediten gemuenzt; ich bin bestuerzt, dass da gleich ein Worst Case unterstellt wird. Und von Pfaendung und sowas hab ich gleich gar nichts geschrieben, sondern eher vom genauen Gegenteil.