Lebenslauf maximal zweiseitig.
Zuerst kurz Daten zur eigenen Person, nicht zuviel Platz verschwenden. Dabei auf das nötige beschränken: Name, Adresse, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft. Foto hatte ich bisher nie eines dabei - immerhin bewirbt man sich nicht für den Empfang. Wenn's doch eines sein muss, dann etwas seriös/sympathisch wirkendes, vielelicht nicht gerade das Passbild das man in der Unterstufe machen ließ.
Danach Angabe über absolvierten Wehr- oder Zivildienst.
Bei der Ausbildung (wie danach bei der Berufserfahrung) die aktuelle Ausbildung zuerst. Studium mit evtl. näherer Beschreibung der Schwerpunkte. So stolz man selbst auf die eigene Uni sein mag - der Personalverwantwortliche interessiert sich nicht dafür, er hat schon eine Meinung zur TU. War man in der Oberstufe in einer BHS, dann reicht die Angabe mit Schwerpunkt des Zweiges auch schon. Unterstufe und Volksschule verstehen sich von selbst und sind beruflich nicht bedeutend.
Bei der Berufserfahrung die letzte zuerst. Zeitraum, Arbeitgeber, Art der Tätigkeit und nähere Beschreibung der Aufgaben. Knapp und konkret, übertreiben muss man's nicht. Untertreiben aber auch nicht: Das Unternehmen selbst verkauft sich auch besser, kocht aber nur mit Wasser. Schlimmsten Falls wird man zum Bewerbungsgespräch eingeladen, wo sich ohnehin zeigt ob man geeignet ist oder nicht. Für Praktika gilt das selbe.
Das alles wenn möglich auf die erste Seite.
Auf der zweiten Seite konkret auf die Skills eingehen, dabei realistisch unterteilen z.B. in "Grundlagen", "Fortgeschritten", "Erfahren" oder wie auch immer .. Hauptsache man bleibt bei den Kategorien konsistent. Hier auch mögliche Fremdsprachenkenntnisse, Führerschein etc. erwähnen. "Hobbies" halte ich meistens für unnötig - wie oft liest man da "Laufen, Rad Fahren" .. oh Gott. Nur erwähnen, wenn sie für den Job relevant sein könnten.
Am Ende des Lebenslaufs das Datum, zumindest grob (Monat, Jahr) einfügen zusammen mit einer Unterschrift (gescannt z.B.). Kommt immer gut an. Außerdem nie vergessen das Datum zu aktualisieren bevor man den Lebenslauf neu verschickt. Das ganze als PDF, wenn möglich mit sprechendem Namen ("lebenslauf_martin_lehner.pdf").
Das war's. Ein zusätzliches Motivationsschreiben hinterlässt guten Eindruck: Einfach schreiben wieso man sich genau bei diesem Unternehmen bewirbt, was man sich erwartet usw usf. Hier (und auch beim Lebenslauf) hilfts bei jeder ernst gemeinten Bewerbung vorher die Website des Unternehmens zu studieren und sich Gedanken über das Jobangebot zu machen. Auch wenn man sich für den Job eines GUI-Entwicklers bewirbt könnten erwähnte Skills in Knowledge Engineering interessant sein wenn das Unternehmen auch darin arbeitet.
Generell einfach in die Lage des Personalverwantwortlichen versetzen: Er sucht einen fähigen Mitarbeiter der kann was gefordert wird und lernen will was er noch nicht kann, das alles genau bei diesem Unternehmen. Keep it small and simple.