Ich habe bis jetzt nur von einem Fall gehört, wo der Wohnungsbesitzer gerade gegen das Bauunternehmen prozessiert, weil erst im Nachhinein gravierende Mängel aufgetreten sind. Aber ich glaube der hat von der Genossenschaft eine Eigentumswohnung bekommen.
Das ist aber kein Genossenschaftsproblem, sondern ein Neubauproblem. Viele Mängel bekommt man erst mit der Zeit mit. Z.B. wenn neben der Wohnung eine Garage oder so liegt, die als Innenraum zählt, aber temperaturmäßig eigentlich außen ist. Da ist dann oft nix isoliert, und die Wand ist kalt, und wird eventuell schimmlig.
Meine Tante hat auch ein Problem mit übergroßen Fenstern. Ja, die sind toll, da kommt viel Licht rein, und so. Ab und zu springt halt die Scheibe bei großen Temperaturunterschieden.
Ansonsten höre ich nur von meinen Verwandten: "Genossenschaft ist schlecht" Somit kein richtiges Argument. Also entweder war es früher mit dem Sozialbau vergleichbar, oder weil es einfach was anderes ist. Ich weiß es nicht.
Ironischerweise heißt meine Genossenschaft "Sozialbau AG". Es gibt natürlich Nachteile, z.B. dass es nur wenige Genossenschaftswohnungen in Innenbezirken gibt. Wenn deine Verwandten klassische Stadtmenschen sind, versteh ichs.
Genossenschaften sind halt transparent. Da kriegst jährlich eine Abrechnung, wo drinsteht, wofür die Miete verwendet wird, was alles an Kosten in der Anlage angefallen sind usw. Wenn jemand ne Wohnung privat vermietet, dann will der sich ja was dazuverdienen. Kann er gerne machen, aber ich wills nicht zahlen.