Beiträge von Adok

    Beim Online-Wahlhelfer der Wiener Zeitung ist interessanterweise herausgekommen, dass die Piraten jene Partei sind, mit der ich am wenigsten übereinstimme. Das relativiert also wiederum mein Top-Posting in diesem Thread.

    Rein interessehalber: Warum hast du eigentlich einen Beitrag mit "Petra Steger ist wirklich hübsch! Gratulation!" kommentiert, wenn du kein Anhänger von HC-Strache bist, und die Seite, wie du sagst, nur "aus politischem Interesse" abboniert hast?


    Ich habe bisher auf Facebook sehr freizügig gepostet und überall meinen Senf dazu gegeben. Jetzt natürlich werde ich mich in dieser Hinsicht zurückhalten.

    Wie dem auch sei.. Ich sehe für die Sperrung auch keinen wirklichen Grund und würde auch in Anbetracht der sonstigen Umstände (siehe verlinkten Artikel) da mit Paulchen d'accord gehen.


    Danke.

    Offiziell gibt es bei Facebook folgende Ausschließungsgründe:



    Welches dieser Kriterien mag wohl mein Posting "Petra Steger ist wirklich hübsch! Gratulation!" erfüllt haben? In meinen Augen ist die Antwort ganz klar: keines!

    Ich würde euch gerne über folgende Sache informieren:

    Personen, die in der Fan-Seite "HC Strache" gepostet haben, sind in letzter Zeit aus undurchsichtigen Gründen für mehrere Stunden aus Facebook ausgeschlossen worden. Das ist sogar mir passiert, wo ich zwar aus Interesse an der Politik die Fan-Seite "HC Strache" bestellt habe, aber nicht, weil ich Anhänger von Strache wäre, sondern nur um mich über seine Aktivitäten und Ansichten zu informieren. (Ich habe Fan-Seiten von sehr vielen Politikern unterschiedlichster Parteien bestellt.)

    Das beanstandete Posting von mir, das angeblich gegen die "Standards der Facebook-Gemeinde" verstoßen hat, lautete wie folgt: "Petra Steger ist wirklich hübsch! Gratulation!" Wie man sieht, ein absolut unpolitisches Posting, das zudem weder beileidigend war noch gegen sonst eine Regel verstoßen hat!

    Man möge sich seinen Teil zu dieser Causa denken und überlegen, ob man angesichts solcher Praktiken überhaupt noch bei Facebook bleiben möchte!


    Ich finde ja, dass alle Parteien, zumindest die relevanten, mehr oder minder autoritär-hierarchisch organisiert sind. Das ist zumindest mein Eindruck. Ich kann es natürlich nicht beweisen, aber mir scheint es so zu sein. Und das stört mich. Irgendwie widerspricht das doch dem Konzept der Demokratie, oder? Demokratie heißt ja Volksherrschaft. Das bedeutet, dass Entscheidungen entweder im Konsens der Parteibasis getroffen werden müssen oder, falls das nicht möglich ist (was die Regel, aber eigentlich nicht wünschenswert ist), durch Mehrheitsbeschluss. De facto sind die meisten Parteien aber top-down-hierarchisch strukturiert, und die Parteibasis dient nur dazu, die Entscheidungen, die der Parteivorstand getroffen hat, abzusegnen. Wenn es wirklich eine Partei gäbe, die anders ist - vielleicht würde ich diese dann wählen.

    Von der Farbwahl möchte ich im Sinne aller, die in diesem Forum ein anderes als das standardmäßige Theme verwenden, abraten.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.


    Wäre es nicht möglich, das Forum so zu programmieren, dass die Farbe an das Hintergrundbild angepasst wird?

    Ich meine:

    Man könnte doch mit einer einfachen mathematischen Formel arbeiten. Zum Beispiel:

    Textfarbe_1 - Hintergrundfarbe_1 = Textfarbe_2 - Hintergrundfarbe_2

    Angenommen, ich habe das Standard-Design und schreibe in einer ungewöhnlichen Textfarbe. Dann sollte die Forensoftware nicht einfach meine Textfarbe abspeichern, sondern die Differenz meiner Textfarbe zu der Hintergrundfarbe im Standard-Design. Wenn nun ein Betrachter ein anderes Design verwendet, kann die Software dann meine Textfarbe in eine andere Farbe umrechnen, die zu diesem anderen Design passt und den Text gut lesbar macht.

    Wäre das nicht möglich zu implementieren?

    Um Moerder einzusperren, Infrastruktur zu finanzieren.. Ganz allgemein, um seinen Buergern ein moeglichst angenehmes Leben zu ermoeglichen. Bist du Anarchist? Spoiler: Das funktioniert in der Groesse nicht :winking_face:


    Ich bin Liberaler. Volker Kier vom LIF meinte einmal, Liberale seien seiner Meinung nach "domestizierte Anarchisten". So gesehen, liegst du also nicht ganz falsch. :)

    Es gibt da noch dieses Konzept der "Geldanlage", die im Allgemeinen hoehere Zinsen abwirft, als die Inflation betraegt.


    Dieses Geld muss aber auch von irgendwo her kommen...

    Zu den Themen "Schulden" bzw. "Budget":

    Mir war es viele Jahre lang auch ein Anliegen, dass die Schulden abgebaut werden und das Budget konsolidiert wird. Das vermisste ich bei den regierenden Parteien sehr. Die JuLis sind jedenfalls für Schuldenabbau. Wie sie das erreichen wollen, ist eine andere Frage.

    Tatsache ist: Wenn ein Staat immer mehr Schulden anhäuft, dann wird es den Banken irgendwann reichen und sie dem Staat kein Geld mehr leihen. Andererseits verfügt ein Staat auch über Maßnahmen, wie er dennoch zu Geld kommen kann. Er könnte zum Beispiel die Banken verstaatlichen, das Vermögen diverser besonders wohlhabender Personengruppen einziehen oder schlicht und ergreifend die Schulden für null und nichtig erklären. Ein Staat hat in dieser Beziehung Macht, die Einzelpersonen nicht haben.

    Allerdings wird das gerade von Liberalen als unaufrichtig kritisiert. Warum sollte sich der Staat Rechte herausnehmen, die für Privatpersonen oder Unternehmen nicht gelten? Das ist nicht fair.

    Insgesamt ist es jedoch unrealistisch, dass der Schuldenberg abgebaut wird. Das werden auch die JuLis bzw. Neos nicht erreichen, selbst wenn sie in die Regierung kommen sollten. Über kurz oder lang werden irgendwelche "dubiosen" Maßnahmen wie die von mir genannten umgesetzt werden müssen, damit der Staat weiterhin flüssig bleibt und für Ausgaben im Bereich des Sozialen usw. aufkommen kann.

    Früher konnte ja der Staat notfalls einfach Geld drucken. Heute geht das nur auf europäischer Ebene, über die Europäische Zentralbank. Es ist aber anzunehmen, dass sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf einigen und es tun werden.

    Das Ausweiten der Geldmenge führt natürlich mittelfristig zur Inflation, das Ersparte wird also weniger wert. Was heißt das? Das heißt, dass es praktisch unmöglich ist, über einen längeren Zeitraum Geld anzusparen, damit man sich irgendwann ein schönes Leben machen kann, ohne arbeiten gehen zu müssen. Man wird also ständig einer Arbeit nachgehen und Geld verdienen müssen.

    Darauf muss man sich halt einstellen. Ich selbst war ja starker Anhänger einer Politik, die dem Ersparten den Wert sichert, aber das ist unrealistisch. Es wird zur Inflation kommen, man wird immer arbeiten müssen. So ist das halt. Das kann man nicht ändern. Allenfalls indem man die Ausgaben des Staates drastisch herunterfährt. Aber das ist nicht so einfach zu erreichen. Gegen einen "sozialen Kahlschlag" würde es vermutlich eine Rebellion geben. An einem Aufstand kann aber niemand ernsthaft interessiert sein, höchstens unsere Feinde.

    Was hast dich persönlich an den Julis enttäuscht? Die Meinung eines Insiders würde mich interessieren.


    Ich werde zuerst mit dem Positiven beginnen. Was ich an den JuLis gut finde: Sie sind relativ offen für eigene Meinungen. Sie nehmen Liberalismus relativ ernst, und Liberalismus schließt eben das Recht auf freie Meinungsäußerung ein.

    Aber nur relativ - im Vergleich mit anderen Parteien.
    (Ich war vorher Mitglied bei einer ÖVP-nahen ÖH-Fraktion, der Österreichischen Medizinerunion [ÖMU]. Diese war zumindest zu der Zeit, als ich Mitglied war, tatsächlich sehr autoritär strukturiert. Es zählte nur das Wort des Obmanns. Über Politik wurde dort nie offen diskutiert; die Meinung der ÖVP-Parteizentrale war Gesetz.
    Nebenbei bemerkt, bin ich kein ÖVPler, sondern stehe mit meiner familiären Herkunft eigentlich eher der SPÖ nahe; ich ging nur zur ÖMU, weil diese an der Medizinischen Universität Wien seit jeher die Exekutive gestellt hat und man in anderen Fraktionen überhaupt nichts im Sinne der Studierenden hätte bewirken können. Inzwischen sind übrigens erstmals seit 1945 an der MedUni die Linken an der Macht - gut so!)

    Ich bin im Lauf der Jahre immer wieder darauf gekommen, dass ich mich mit Forderungen der JuLis-Spitze nicht identifizieren kann. Zum Beispiel die Forderung nach beliebig hohen, von der Universität willkürlich festzulegenden Studiengebühren. Gut, nach dem JuLis-Modell muss man sie erst nach dem Studienabschluss zahlen und auch nur dann, wenn man über ein bestimmtes Mindesteinkommen verfügt. Das JuLis-Modell sieht vor, dass man monatlich 10% des Einkommens an die Universität zahlt, so lange, bis die Kosten, die das Studium (angeblich) verursacht hat, abbezahlt worden sind. Wenn man dieses Mindesteinkommen nie erreicht, dann muss man die Studiengebühren auch nicht zurückzahlen. Dennoch bin ich mit diesem Modell nicht einverstanden. Studieren sollte meiner Meinung nach gratis sein.

    Als ich dann im Laufe der Zeit immer wieder auf meiner Facebook-Seite Positionen der JuLis öffentlich kritisierte, bekam ich nach jedem kritischen Kommentar einen Anruf vom Generalsekretär der JuLis. Auch für die JuLis ist also Meinungsfreiheit relativ. Letzten Endes ging mir das so auf die Nerven, dass ich meinen Austritt aus der Partei bekannt gab.

    Dennoch bin ich natürlich gesellschaftlich liberaler Gesinnung. Das wird sich nicht so rasch ändern.

    Mir sind die Internet-Angelegenheiten sehr wichtig, und ich sehe keine Partei, die mehr Ahnung von dieser Sache hat als die Piratenpartei. Die anderen Themen (zum Beispiel: FPÖ: Ausländer; Stronach: Verschlankung des Verwaltungsapparats; Neos: Mittlere Reife für alle und Reformen bei Steuern und Pensionen) interessieren mich persönlich weniger. Daher werde ich voraussichtlich die Piraten wählen.

    Da ich früher bei den JuLis war (ich bin inzwischen ausgetreten), habe ich natürlich zuerst auch an die Neos gedacht, aber die Neos haben mich enttäuscht. Es ist zwar so, dass die JuLis einen recht großen Einfluss auf die Neos haben (die JuLis sind keineswegs nur ein Anhängsel, im Gegenteil!), aber ich bin auch den JuLis gegenüber kritisch geworden; aus diesem Grund bin ich ja letzten Endes auch ausgetreten. Meiner Meinung nach ist "Mittlere Reife für jeden" ein großer Unsinn. Es gibt Leute, die keine Bildung wollen, also wozu aufzwingen? Das ist doch nicht liberal! Und dass Schuldirektoren ihre Lehrer nach willkürlichen Kriterien frei auswählen können sollen, wie es die Neos wollen, finde ich auch nicht gut. Deswegen sind die Neos bei mir unten durch.

    Die anderen kleinen Parteien kommen für mich überhaupt nicht in Frage (wenngleich ich die Anliegen der Männerpartei durchaus für berechtigt halte, Männer sind in vielen Belangen tatsächlich gegenüber Frauen benachteiligt), und warum sollte ich eine große Partei wählen - die bekommen doch eh schon genug Stimmen.

    Meine Wahlempfehlung: Piratenpartei.


    Die kennen sich wenigstens mit dem Internet aus und sind kritisch. Zwei Sachen, die auf die anderen Parteien nicht zutreffen.


    Meine Stimme haben sie fix, sofern nicht ein Wunder geschieht.

    Weil der einzige, der je nen glatten Einser auf Algebra haben kann, Adok ist.


    Als ich die Mathematikprüfungen gemacht habe, hießen sie noch "Mathematik 1" und "Mathematik 2", und mein Prüfer war der legendäre Professor Baron. Ich nehme an, die Prüfungen sind bei jedem Prüfer anders und deswegen Prüfungen bei verschiedenen Prüfern nur bedingt miteinander vergleichbar. Bei Prof. Baron haben nur sehr wenige Studierende einen Einser bekommen. Die Prüfung war schriftlich, und es gab einen Praxis- und einen Theorieteil. Der Praxisteil bestand aus drei Beispielen, die ähnlich den Beispielen waren, die in der Übung durchgenommen worden waren. So konnte man sich darauf gut vorbereiten und hatte nicht mit Überraschungen zu rechnen. Im Theorieteil war das Verwenden von Unterlagen verboten, und man musste einige Wissensfragen beantworten. Ich weiß nicht, wie der Theorieteil beurteilt wurde und zu welchem Grad die Leistung im Theorieteil in die Note eingeflossen ist. Möglicherweise hat man die Definitionen aus dem Lehrbuch wortwörtlich wiedergeben müssen, um einen Einser zu bekommen.

    In den Übungen hat es jedenfalls meist mehrere Studierende pro Übungsgruppe gegeben, die einen Einser geschafft haben. Bei der Übung aus "Mathematik 2" war ich überhaupt in einer sehr guten Gruppe, da haben sehr viele einen Einser bekommen.

    Hallo,

    kennt jemand irgendwelche nichttrivialen Eigenschaften von Entscheidungsproblemen, vor allem von a) Problemen in der Menge P, b) NP-vollständigen Problemen? Mit nichttrivial meine ich Eigenschaften, die nicht unmittelbar aus der Definition der Problemart folgen. Dass Probleme in der Menge P mit einem Algorithmus mit polynomieller Laufzeit in Bezug auf die Größe der Eingabedaten entschieden werden können, ist beispielsweise eine triviale Eigenschaft.

    Mir scheinen solche nichttrivialen Eigenschaften die einzige Möglichkeit zu sein, wie man eventuell beweisen könnte, dass P ungleich NP ist.

    LG
    Claus (Adok)

    P.S.: Bevor jemand diesen Thread als Anlass für unseriöse Wortmeldungen nützt: siehe meine Signatur.

    Gibts eigentlich irgendwas wo man relativ viel in der LVA freien Zeit machen kann?


    Ja. Im Medizinstudium musst du (im alten Plan 16 Wochen, im neuen Plan 24 Wochen) Pflichtfamulaturen machen. Und diese macht man normalerweise in der vorlesungsfreien Zeit. Du arbeitest da im Krankenhaus mit und machst im Prinzip alles, was auch ein Turnusarzt macht, also Blut abnehmen, Spritzen geben, EKG aufzeichnen etc., nur bekommst du halt nichts bezahlt, aber dafür wird, wenn du einen Fehler machst, irgendein übergeordneter Arzt (wer genau, weiß ich ehrlich gesagt nicht) zur Verantwortung gezogen.