Hab mich auch gefragt, ob die das so berechnet haben, dass sie einfach einen Haufen Teilnehmer genommen haben und wussten: Mittelwert ist irgendwas um 100, Verteilung sieht ungefähr so aus, also wenden wir das an.
Bei der Konstruktion von IQ-Tests wird davon ausgegangen, dass der IQ normalverteilt ist. Der Mittelwert ist gleich 100, die Standardabweichung meistens 15 oder 16. Auf http://www.eskimo.com/~miyaguch/combnorm.html findest du eine Tabelle, die Aufschluss darüber gibt, wie intelligenter als wieviel Prozent der Bevölkerung jemand mit einem bestimmten IQ ist. Diese Tabelle bezieht sich auf eine Standardabweichung von 16. Die entsprechenden IQ-Werte bei einer Standardabweichung von 15 (wie sie im deutschen Sprachraum bei diesen Tests meist verwendet wird) erhältst du, indem du die Differenz des IQ zu 100 nimmst, mit 15/16 multiplizierst und dann wieder 100 addierst.
Es ist möglich, dass die Tests vorher mit "einem Haufen Teilnehmer" geeicht worden sind. Es kann aber bei solchen Online-Tests auch sein, dass sie ständig nachgeeicht werden.
Natürlich ist die nächste Frage: wie repräsentativ ist das Informatik-Forum für die Informatik-Studenten allgemein ;).
Stimmt. Man trifft hin und wieder doch Studenten an, die dieses Forum noch nicht gekannt haben.
Wie auch immer, ja man sollte diese Tests nicht "üben" können, aber bei dem bin ich mir 100% sicher dass es bis zu einem gewissen Grad geht, speziell um einfach schneller zu sein. Gerade bei diesen Zahlenreihen und bei den Matrizen scheint man gut mit Heuristiken weiterzukommen, da bei den Tests zu einem Großteil die selben Muster verwendet werden (z.B. ist mir häufig aufgefallen, eine Zahl von der jeweiligen addieren oder subtrahieren und dann diese Zahl mit jedem Schritt systematisch zu variieren. Ich dachte anfangs eher an Systeme wie Zahl i + Zahl (i+1) + 5 / 2 etc. ;). Sobald man merkt, dass es eigentlich recht simple Zusammenhänge sind ist man in Zukunft wesentlich schneller).
Da hast du sicher Recht. Auch dass die Matrizen in diesen Tests meistens zeilenweise gelesen werden müssen, weiß man erst, wenn man schon mehrere Tests gemacht hat. Wenn man das weiß, geht das Lösen eine Spur schneller.
Mit dem Logik-Teil sollte man als Informatiker wohl auch einen Vorteil haben, weil einem die Denkweise vertrauter ist (was nicht heisst dass es "a gmahde wiesn" ist).
Für Leute die damit überhaupt nichts zu tun haben, hatte ich bis jetzt den Eindruck ist diese Denkweise total unverständlich (allein die Unterscheidung zwischen formal korrekt und praktisch korrekt muss da mal erläutert werden)
Das kann schon sein. Aber ich glaube, es ist auch umgekehrt so, dass man sich im Informatikstudium leichter tut, wenn man gut logisch denken kann.
Aber wie Prof. Schildt in seiner Vorlesung gesagt hat: IQ-Tests sind nicht reproduzierbar. Du kannst in einem Test ein gutes und in einem anderen nur ein durchschnittliches Ergebnis bekommen. Das liegt zum Teil auch daran, dass es keine allgemein akzeptierte einheitliche Definition von Intelligenz gibt. Im Psychologiestudium wird den Studenten an der Universität Wien sogar gesagt: "Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst." Doch jeder Test ist anders, und daher ist es möglich, dass zwei IQ-Tests zwei verschiedene Fähigkeiten messen.