Es gibt sicher Unterforderung, und manche fallen durchs Raster, gerade, wenn sie nicht brav und angepasst funktionieren. Aber daraus gleich zu machen, dass Hochbegabte generell nicht gebraucht oder systematisch weggedrückt werden, wäre mir zu glatt.
IMHO hängt viel davon ab, ob Begabung überhaupt erkannt wird und ob jemand daraus auch etwas Arbeitsfähiges machen kann. Nur schnell denken reicht halt nicht automatisch. Dennoch kommt man nicht an Ausdauer, soziale Reibungsfähigkeit, Fachwissen und manchmal schlicht jemanden, der einen nicht sofort als Störung sieht, herum. Genau da kann Schule oder Uni viel kaputtmachen, aber eben auch viel auffangen.
Wenn jemand auch in der Schule geistig dauernd untertourig fährt, sucht er sich irgendwann Nebenschauplätze. Imho sollte man es flexibler und damit einhergehend schneller vorangehen. Und nein, nicht als VIP-Behandlung, sondern, damit Potenzial nicht vergammelt. Nur, könnte man die stillen und die störenden Begabten früh genug erkennen?